Jan Kaschura — Laufcoach, Athlet und Kopf hinter Laufclever
Jan steht bei Laufclever für Trainingssteuerung, Struktur und echte Lauferfahrung. Seine eigene Geschichte führt vom Laufen in der Kindheit über den Wiedereinstieg mit einem klaren Ziel bis zu Marathon-Bestzeiten, Ultraläufen, Wettkampferfolgen und der Arbeit als Coach.
Vom Laufkind zurück zur Leidenschaft
Alles begann mit fünf Jahren und dem Satz: „Papa, ich möchte laufen!“ Von da an begleiteten mich meine Eltern ohne Druck zu unzähligen Läufen, wodurch ich den Sport früh als mein liebstes Hobby entdeckte. Doch nach meiner Jugend und meiner Lehre als Koch habe ich die Liebe etwas verloren – bis mich 2012 ein alter Freund zum 10-km-Osterlauf herausforderte. Völlig untrainiert stand ich in Baumwollkleidung und uralten Schuhen am Start. Ich schwitzte, quälte mich und sah nur noch den Rücken meines Kumpels, der mir früher nie das Wasser reichen konnte.
Ein Jahr später rüttelte mich mein Hausarzt wach: Bluthochdruck mit 27. Es war das finale Signal, mein altes Kindheitsziel endlich anzugehen: Einen Marathon unter drei Stunden zu finishen, noch vor meinem 30. Geburtstag. In diesem Moment kehrte der Fokus zurück und ich begann, mein Training zum ersten Mal wirklich ernsthaft und strukturiert aufzubauen.
Ein Marathon unter drei Stunden
Ein wichtiger Wendepunkt war das Ziel, einen Marathon unter drei Stunden zu laufen. 2014 gelang Jan dieses Ziel mit einer 6 monatigen Vorbereitung in einer Zeit von 2:59:57. Dieser Moment war mehr als nur eine Zahl. Er zeigte, was möglich wird, wenn Training nicht zufällig passiert, sondern geplant, konsequent und passend zur eigenen Belastbarkeit aufgebaut wird.
2014
Erster Marathon unter 3 Stunden
2:59:57
Erfahrung auf vielen Distanzen
Aus dem ersten großen Ziel wurde eine längere sportliche Entwicklung. Jan sammelte Erfahrung auf der Straße, im Marathon, im Trail und im Ultralauf. Bestzeiten, Siege, lange Distanzen und besondere Projekte prägen seinen Blick auf Training: Nicht jede Einheit muss hart sein. Entscheidend ist, dass sie zum Ziel, zur Phase und zum Menschen passt.
Marathon-Bestzeit
2:28:34
Halbmarathon-Bestzeit
1:11:18
Längste Strecke
156,8 km
Besonderes Projekt
Guinness World Record
Aus Erfahrung wurde Coaching
Die eigene Laufentwicklung weckte in Jan den Wunsch, andere Sportler zu begleiten. Seit 2021 coacht er Athleten – vom Einsteiger bis zum Profi. Statt klassischer Fitness-B-Lizenzen setzt er dabei auf sein fundiertes DOSB-Ausbilderzertifikat. In seiner Arbeit stehen nicht nur Zahlen, sondern eine sinnvolle Belastungssteuerung, ehrlicher Austausch und echte, nachhaltige Entwicklung im Vordergrund.
Struktur statt Rätselraten
Jan arbeitet nicht mit starren Standardplänen. Ein guter Trainingsplan muss zu Ziel, Alltag, Erfahrung und Belastbarkeit passen. Deshalb steht bei seinem Coaching im Mittelpunkt: genau hinschauen, sinnvoll planen, regelmäßig anpassen und verständlich erklären, warum welche Einheit gerade wichtig ist.
Trainingssteuerung
Jede Einheit soll einen Zweck haben — passend zu Ziel, Phase und aktuellem Stand.
Belastung im Blick
Training soll fordern, aber nicht dauerhaft überfordern.
Wettkampfstrategie
Von 5 km bis Ultra: Ziel, Tempo, Ernährung und Renneinteilung gehören zusammen.
Persönliche Entwicklung
Fortschritt entsteht nicht durch Zufall, sondern durch Struktur, Geduld und ehrliche Auswertung.
"Training funktioniert dann, wenn es Struktur hat — und trotzdem flexibel bleibt."
— Jan Kaschura